
Mobilfunk: Chancen für Regionen und Digitalisierung schaffen
Mobilfunk als Schlüssel zur Stärkung regionaler Wettbewerbsfähigkeit und digitaler Infrastruktur
Eine zuverlässige Mobilfunkversorgung trägt maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit von Regionen bei und unterstützt den digitalen Wandel
Die Mobilfunknetze zählen in Deutschland zu den kritischen Infrastrukturen. Sie sind nicht nur für die digitale Kommunikation unverzichtbar, sondern bilden eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, Standortattraktivität und öffentliche Sicherheit. Eine zuverlässige Mobilfunkversorgung trägt maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit von Regionen bei, unterstützt den digitalen Wandel – insbesondere im Bereich Smart City und Smart Region – und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Attraktivität des ländlichen Raums sowie touristischer Gebiete.
Die verantwortlichen Mobilfunknetzbetreiber stehen dabei regelmäßig vor der Herausforderung, im gesamten Bundesgebiet, mit Blick auf den technischen Fortschritt sowie auf aktuelle und zukünftige Bedarfe, Standorte zu erschließen und diese gezielt mit den erforderlichen Mobilfunktechnologien auszustatten.
Um das volle Potenzial des Mobilfunks der fünften Generation (5G) auszuschöpfen und eine zukunftssichere digitale Infrastruktur zu gewährleisten, ist der konsequente Netzausbau in den Frequenzbereichen über 1 GHz unerlässlich. Dies betrifft nicht nur urbane Zentren, sondern auch Verkehrs- und Schienenwege, auf denen eine stabile Konnektivität für mobiles Arbeiten und digitale Anwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Eine flächendeckende und leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Mobilfunknetzbetreibern und Tower Companies auf der einen Seite sowie Bund, Ländern und Kommunen auf der anderen. Letztere spielen eine entscheidende Rolle nicht nur bei der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, sondern auch bei der Bereitstellung von Standorten, der Optimierung von Genehmigungsprozessen und der Unterstützung eines effizienten Mobilfunkausbaus.

Nächste Schritte – Jetzt handeln!
Nur durch eine koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten lassen sich zukunftssichere Lösungen realisieren, die den digitalen Fortschritt langfristig sichern.
Ihr Experte:
Falko Lausch, Teamlead Mobility & Mobile Network Consulting
Wie wir als TÜV Rheinland Sie dabei unterstützen können
Clearing-/Kompetenzstelle
Eine Clearingstelle Mobilfunk ist in der Regel eine spezialisierte Einrichtung, deren Aufgabe es ist, an sie gemeldete Hemmnisse im Netzausbaugeschehen oder bei der Gewährung oder Umsetzung von Fördermitteln für Unternehmen zu identifizieren und diese abzubauen. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle zwischen Unternehmen, Institutionen und der Verwaltung, die darauf abzielt, Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Die Clearingstelle Mobilfunk auf Bundeslandebene nimmt eine Art Vermittlerrolle ein, indem sie beispielsweise Anfragen und Beschwerden von Mobilfunknetzbetreibern oder für den Mobilfunk ausbauenden Unternehmen wie auch von Kommunen entgegennimmt, diese analysiert und auf ihre Berechtigung hin prüft, die beteiligten Stellen kontaktiert, nach Lösungen für die gemeldeten Probleme sucht und an der Optimierung von Verfahren und Abläufen mitarbeitet.
Darüber hinaus werden durch sie Hintergrundtreffen zwischen Vertretern der Landkreise und Kommunen sowie den Mobilfunkunternehmen vorbereitet und moderiert.
Sie übernimmt sowohl die Information von Landesstellen zum Thema Mobilfunk und als auch die Durchführung von Informationsveranstaltungen auf Landkreisebene für Entscheider, Bürger, Mobilfunkunternehmen und Presse.
Die der Clearingstelle Mobilfunk zur Verfügung gestellten Daten werden treuhänderisch verwaltet und dem berechtigten Nutzerkreis auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
Ihre Arbeit wird durch ein entsprechendes Mobilfunkmonitoring unterstützt, welches sich in seiner Qualität durch bedarfsgerechte Mobilfunkmessfahrten in begründeten Verdachtsfällen noch weiter verfeinern lässt.
TÜV Rheinland hat die Konzeption der Clearingstelle Mobilfunk Rheinland-Pfalz entwickelt sowie deren Aufbau und Betreuung seit März 2020 übernommen und konnte die CLS RLP im April 2023 zur Fortführung durch das Land erfolgreich übergeben.
Referenzen aus der Arbeit der CLS:
- Leitfaden für kommunale Entscheidungsträger: HANDREICHUNG MOBILFUNK – Kommunale Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung
- Ausarbeitung des Mobilfunkpaktes 2022: MOBILFUNKPAKT FÜR RHEINLAND-PFALZ
Mobilfunkkoordination
Die Mobilfunkkoordination für Landkreise oder kreisfreie Städte übernimmt verschiedene Aufgaben, um die Planung, den Ausbau und die Optimierung von Mobilfunkinfrastrukturen zu unterstützen.
Zu den Hauptaufgaben gehören:
Durch ihre Aufgaben trägt die Mobilfunkkoordination dazu bei, eine effiziente und zukunftsfähige Mobilfunkinfrastruktur zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen gerecht wird.
Durchführung von Messfahrten
Die Durchführung von Messfahrten zur Erfassung der real verfügbaren Mobilfunkversorgung (anbieterspezifisch für 2G, 4G, 5G) ist ein praktischer Ansatz, um die tatsächliche Reichweite und Performance existierender Mobilfunknetze zu evaluieren.
Während der Fahrt werden kontinuierlich Daten zur Netzabdeckung und -qualität aufgenommen. Die anschließend für Geoinformationssysteme (GIS) aufbereiteten und visualisierten Daten erlauben einen qualitativen Abgleich der tatsächlichen Mobilfunkversorgung mit den Netzabdeckungsangaben aus unterschiedlichsten Quellen und zeigen auf, wo ggf. Verbesserungen notwendig sind.
Basierend auf solchen Messfahrten können z.B. Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) entscheiden, ob und wo zusätzliche Basisstationen erforderlich sind, um die Kapazitäten in überlasteten Gebieten zu erhöhen oder die Abdeckung in unterversorgten Bereichen zu verbessern. Die Daten ermöglichen auch eine fundierte Entscheidungsfindung für geplante Wartungsarbeiten oder Upgrades an bestehender Infrastruktur.
Für Städte, Kreise und Gemeinden stellen Mobilfunkmessbefahrungen ein wichtiges Instrument dar, um die lokale Mobilfunkinfrastruktur nachhaltig zu verbessern und den Bedürfnissen ihrer Bürger und der lokalen Wirtschaft gerecht zu werden. Dabei zählen unter anderem:
Im Hinblick auf einen ressourcenschonenden Mitteleinsatz arbeiten wir bei TÜV Rheinland stets nach der Maßgabe Qualität vor Quantität. Es ist uns wichtig, zu vermessende Gebiete und Routen im Vorfeld exakt zu definieren und gemeinsam mit unseren Auftraggebern abzustimmen. Dabei ist es für uns unerheblich, ob es sich bei den zu erfassenden Strecken um Verkehrswege oder touristisch genutzte Gebiete gänzlich ohne Verkehrsanbindung handelt.

Nächste Schritte – Jetzt handeln!
Mobilität strategisch neu denken. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung – gemeinsam gestalten wir Ihre nachhaltige Mobilität effizient, resilient und zukunftssicher.
Ihr Experte:
Falko Lausch, Teamlead Mobility & Mobile Network Consulting