Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001

Integriertes Managementsystem

ISO-Normen effizient integrieren und Komplexität reduzieren

Home » Leistungen » Managementberatung » Managementsystemberatung » Beratung zu integrierten Managementsystemen

Das Beste aus Ihrem Management in einem einzigen System.

Warum sollten Unternehmen getrennte Managementsysteme für Qualität, Umwelt, Energie oder Arbeitsschutz nebeneinander betreiben, wenn sich alles in einem System verbinden lässt? Mit einem Integrierten Managementsystem (IMS) lassen sich die Anforderungen verschiedener Normen in einer zentralen Lösung verknüpfen: effizient, transparent und zukunftssicher.

Die Basis für eine wirkungsvolle Verknüpfung der Einzelsysteme bietet die „High Level Structure“, welche die bekannten ISO-Managementsystemnormen wie ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 gemeinsam haben. Diese einheitliche Struktur ermöglicht es, Prozesse, Richtlinien und Ziele verschiedener Normen harmonisch zu integrieren, Redundanzen zu reduzieren und Synergien optimal zu nutzen.

Die Grundlage: High Level Structure (HLS)

Die „High Level Structure“ (HLS) ist eine einheitliche Grundstruktur, die von der International Organization for Standardization (ISO) entwickelt wurde, um die Kompatibilität und Integration verschiedener Managementsystemnormen zu erleichtern. Sie legt einen konsistenten Rahmen fest, auf dem alle ISO-Normen basieren. Ursprünglich wurde die HLS im Jahr 2012 eingeführt, um gemeinsame Anforderungen, Begriffe und Kapitel zu standardisieren. Im Jahr 2021 wurde die HLS weiterentwickelt und in „Harmonized Structure“ umbenannt. Der neue Ansatz soll eine flexiblere und modernere Normarchitektur ermöglichen, die sich besser an zukünftige Entwicklungen und Anforderungen anpassen lässt.

Die „Harmonized Structure“ sorgt in ISO-Managementsystemnormen für einen einheitlichen Aufbau mit gleichen Kapitelnummern, Begriffen und Grundtexten. Diese standardisierten Kapitel gewährleisten, dass alle Managementsystemnormen einheitlich strukturiert sind, was die Integration und das Verständnis der Anforderungen erheblich erleichtert. Zusätzlich ist diese Struktur am PDCA-Zyklus ausgerichtet zur Unterstützung des fortlaufenden Verbesserungsprozess.

Die „Harmonized Structure“ umfasst zehn Hauptkapitel, die für alle ISO-Managementsystemnormen gültig sind. Diese Kapitel sind:

0. Einleitung
1. Abwendungsbereich
2. Normative Verweisungen
3. Begriffe

Harmonized-Structure-Kapitel

Für ein integriertes Managementsystem bedeutet das: einheitliche Struktur, ähnliche Sprache und gleiche Denklogik reduzieren Doppelarbeit, erleichtern die Dokumentation und machen gemeinsame Audits und Managementbewertungen deutlich einfacher.

Kurz gesagt: Die „Harmonized Structure“ ist das Gerüst und der PDCA ist der Steuerungszyklus darin.

Dadurch werden Anforderungen nicht nur formal vereinheitlicht, sondern auch prozessorientiert und systematisch steuerbar gemacht.

Die „Harmonized Structure“ bietet eine Reihe von Vorteilen für Organisationen, die ein integriertes Managementsystem implementieren möchten. Durch die standardisierten Kapitelüberschriften und Begriffe können Unternehmen verschiedene Managementsystemnormen nahtlos in ein einziges System integrieren. Dies reduziert den Aufwand für parallele Audits und Zertifizierungen, da die Struktur und Anforderungen der verschiedenen Normen harmonisiert sind.

Ein weiterer Vorteil der „Harmonized Structure“ ist die Vereinfachung der Dokumentation. Da alle Normen die gleiche Struktur verwenden, können Unternehmen ihre Dokumente zentral pflegen, anstatt separate Dokumentationen für jede Norm zu erstellen. Dies führt zu einer effizienteren Verwaltung des Managementsystems und reduziert die Komplexität.

Die Einführung der „Harmonized Structure“ hat auch die Zertifizierung von Managementsystemen vereinfacht. Da die Struktur und die Anforderungen der verschiedenen Normen harmonisiert sind, können Auditoren ein integriertes Audit durchführen, anstatt separate Audits für jede Norm. Dies spart Zeit und Ressourcen für die Organisation.

Darüber hinaus fördert die „Harmonized Structure“ die kontinuierliche Verbesserung des Managementsystems. Durch die standardisierte Struktur können Organisationen leichter identifizieren, wo Verbesserungsbedarf besteht, und Maßnahmen ergreifen, um die Effektivität und Effizienz ihres Systems zu steigern.

Insgesamt bietet die „Harmonized Structure“ eine solide Grundlage für die Implementierung eines integrierten Managementsystems. Sie unterstützt Organisationen dabei, verschiedene Normen nahtlos zu integrieren, die Dokumentation zu vereinfachen, die Zertifizierung zu erleichtern und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. Die Organisationen können sicherstellen, dass ihr Managementsystem nicht nur den Anforderungen der ISO-Normen entspricht, sondern auch den Bedürfnissen des Unternehmens und seiner Stakeholder gerecht wird.

Ihre Vorteile mit einem Integrierten Managementsystem

Unser Prozess zur Einführung und eines Integrierten Managementsystems

Von der ersten Ist-Analyse über die Unterstützung bei der Dokumentation des Integrierten Managementsystems bis hin zur Begleitung bei den internen und externen Audits. Wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung für ein erfolgreiches Integriertes Managementsystem.

Häufige Fragen (FAQ)

Ein IMS reduziert Doppelarbeit in der Dokumentation, vereinfacht Audits mit der Durchführung von integrierten Audits, verbessert die Steuerbarkeit von Prozessen und nutzt Synergien.

Alle ISO-Normen mit High Level Structure, insbesondere ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem), ISO 14001 (Umweltmanagementsystem), ISO 45001 (Arbeitssicherheitmanagementsystem), ISO 50001 (Energiemanagementsystem), ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagementsystem), ISO 37301 (Compliancemanagementsystem) und ISO 42001 (KI-Managementsystem).

Ja. Gerade kleinere Unternehmen profitieren von reduzierter Komplexität und klaren Strukturen.

Nein, ein IMS bündelt und harmonisiert vorhandene Managementsysteme. Sinnvoll ist eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen Systeme, Prozesse und Dokumente. Danach folgt die Entscheidung, welche Elemente übernommen, zusammengeführt oder neu definiert werden, bevor die gemeinsame Zielstruktur aufgebaut wird.

Bestehende Prozesse, Dokumente und Rollen können meist übernommen werden. Gerade ein einheitliches Prozessmanagement und harmonisierte Dokumentenlenkung gelten als zentrale Basis eines IMS.

Überarbeitet werden typischerweise die Schnittstellen zwischen den Systemen, die einheitliche Struktur, gemeinsame Ziele/Kennzahlen, sowie die Harmonisierung von Politik, Audits, Maßnahmenmanagement und Risikobetrachtung.

Praktische Faustregel: Ein IMS ist eher Integration und Standardisierung als Neuanfang. Alles, was bereits wirksam, normkonform und praxistauglich ist, sollte übernommen werden; alles, was doppelt, widersprüchlich oder unnötig komplex ist, wird vereinheitlicht oder ersetzt.

Weitere Beratungsleistungen im Bereich Managementsystemberatung

Der Mehrwert für Ihr Wissen.

Newsletter „Produktion & Organisation“

Sie möchten spannende Informationen und wertvolle Tipps zu unseren Themen rund um Managementsysteme, Prozesse und Organisationen?

Dann melden Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich zu unserem Newsletter „Produktion & Organisation“ an.